Das neue Excalibur – im dunklen Zeitalter des Drachen

Alan Simon, Schöpfer und Komponist von Excalibur, erklärt, was es mit dem nunmehr vierten Kapitel der Rock-Oper-Legende auf sich hat.

 

 

Wie kam diese unerwartete Rückkehr zustande?

 

Unerwartet ist das richtige Wort. Mein Manager Daniel Earnshaw stellte mich einem großen deutschen Veranstalter, Manfred Hertlein, vor. Er ist der Erschaffer der berühmten Konzertreihe „Rock Meets Classic“, die Symphonisches mit Rocklegenden verbindet. Ich fühle mich sehr wohl, mit ihm zusammenzuarbeiten. Denn Excalibur ist ein Koloss. Ein Projekt außerhalb der Norm, das totale Hingabe verlangt.

 

 

So war ich auch sehr aufgeregt, wieder ins Studio zu gehen. Die Leidenschaft für die Sache macht den Unterschied. Und mit der Zeit waren da erst zwei, dann sechs und schließlich waren zwanzig neue Stücke entstanden. Alle diese Titel haben einen gemeinsamen Nenner: den eines neuen Abenteuers für die berühmten Ritter der Tafelrunde. Eine überraschende Wiedergeburt.

 

Die meisten der Songs beschäftigen sich entweder mit dem Chaos unserer Welt oder mit der Erinnerung an eine Zeit, die noch von Anmut geprägt war. Der Kampf der Ritter gegen eine Gesellschaft, die das Träumen verlernt hat, symbolisiert das universelle menschliche Streben. Excalibur ist tatsächlich zurück!

 

 

 

 

Welche Gäste sind zu dieser Tafelrunde eingeladen?

 

Excalibur bietet eine einmalige Gelegenheit, wahre Legenden aus Rock und Folk zusammen zu erleben: Die Stimme, mit der Mike Oldfield internationale Erfolge wie „Moonlight Shadow“ feierte – die göttliche Maggie Reilly. Dann der sagenhafte Saxophonist von Supertramp, John Helliwell, zusammen mit Jesse Siebenberg, Sänger derselben Band. Dazu Martin Barre, seines Zeichens Gitarren-Magier von Jethro Tull. Auch John Kelly und Maite Itoiz von der Folk-Gruppe Elfenthal sowie Moya Brennan, die grandiose Stimme der legendären irischen Gruppe Clannad sind dabei – Dann noch Michael Sadler von SAGA, eine der größten Legenden der Rockmusik und schließlich ein original deutscher Künstler, Eric Fish von Subway To Sally… Jetzt weiß man ungefähr, was einen erwartet!

 

Speziell für das deutsche Publikum gibt es dann noch zwei weitere herausragende Stimmen zu entdecken: Der Sänger Roberto Tiranti, der während des letzten Excalibur-Konzerts in Großbritannien 8.000 Zuschauer auf einmal verzaubert hat, und Siobhan Owen, eine junge Harfenistin und Sängerin, die ich kürzlich für „Tristan & Isolde“ entdeckt habe.

 

Angeleitet wird diese Tafelrunde durch einen wahrlich herausragenden Zeremonienmeister: Merlin selbst wird von Ralf Bauer dargestellt, einem der berühmtesten deutschen Schauspieler, der den legendären Charakter gleichzeitig mit einer unglaublichen Energie, Sanftheit und erfrischender Erhabenheit verkörpert – ein humorvoller Merlin voller Überraschungen.

 

 

 

 

Was werden die Zuschauer zu sehen bekommen?

 

Excalibur steht in der Tradition der großen Rock-Opern. Es ist eine dynamische Show, in der symphonische Musik, keltische und Rock-Instrumente zusammenwirken, um eine Geschichte zu erzählen.

 

Und was für eine Geschichte! Die Mutter aller Legenden – die Sage von Merlin, von König Artus und seinen Rittern! Eine Geschichte von der Suche nach Harmonie zwischen Mensch und Natur – und eine komplett neue Show, zu der mich die Erfahrung, die ich bei den vorangegangenen Touren und dem symphonischen Ballett „Tristan & Isolde“ sammeln konnte, ermutigte. Eine wirklich interaktive Aufführung, in die das Publikum zu jedem Zeitpunkt voll mit eingebunden wird.

 

Die Choreographie der irischen Tänzer wurden von Ciaran Devlin gestaltet, einem der Stammtänzer von „Riverdance“; die Show selbst wird koordiniert von Nicolaï Androsov, dem großartigen russischen Choreographen, mit dem ich schon andere Projekte geleitet habe. Die Lightshow wurde von dem fantastischen Designer Roque Segovia kreiert, der schon für Peter Gabriel und Roger Hodgson gearbeitet hat und von Anfang an ein Teil von Excalibur ist. Ich möchte auch nicht vergessen, die Mitwirkung von Simone Heitinga (Cirque du Soleil) zu erwähnen, die eine sehr faszinierende Morgana verkörpert. Die akrobatischen Figuren der jungen Artistin sind einfach unglaublich.

 

 

 

 

Was werden wir zu hören bekommen?

 

Das neue Excalibur ist eine Originalpartitur, eine Symbiose, bei der das Symphonieorchester mit Rock- und Folkvirtuosen verschmilzt. Über die ersten 15 Jahre, in denen Excalibur besteht, habe ich 63 Titel komponiert, welche die erste Album-Trilogie darstellten – Und mit Leidenschaft und Entschlossenheit ging ich nun zurück ins Studio und schrieb 20 neue Stücke.

 

Die Symphonie wird vom großartigen amerikanischen Dirigenten Lee Holdridge orchestriert. Keltische Instrumente bilden dabei einen festen Bestandteil jedes einzelnen Stücks – dargebracht von Konan Mevel mit Sackpfeifen und Flöten, Louis-Marie Séveno an der Violine und Siobhan Owen an der keltischen Harfe.

 

Epische Balladen stehen in einer Reihe mit treibenden Rock-Nummern. In der Vergangenheit hatte ich die einzigartige Gelegenheit, für einige der größten Kult-Bands zu komponieren: Midnight Oil, Fleetwood Mac, Yes, The Moody Blues und Roger Hodgson von Supertramp. Und als Fan der Musik von Pink Floyd, Simple Minds, Coldplay, Keane und Rod Stewart denke ich, dass in den neuen Stücken diese Einflüsse ebenfalls bemerkbar sind.

 

Copyright Roberto Tiranti

EXCALIBUR - Stichworte:

 

1992: Alan Simon entwirft eine Rockoper mit dem Titel „Excalibur The Legend Of The Celts“.

 

1999: Sieben Jahre später wird schließlich am 5.Januar das Album bei Sony/Tristar veröffentlicht. Es erhielt zwei Monate danach eine Platin-Auszeichnung. Das Album blieb fast 100 Tage lang in den Top 10 der Verkaufscharts in Frankreich, der Schweiz, Belgien (mit Roger Hodgson/Supetramp, Fairport Convention, Denez Prigent, Tri Yann, Dan Ar Braz, Angelo Branduardi…).

 

2000: Excalibur wird im Pariser Bercy uraufgeführt ( nach einem ausverkauften Konzert im Liberté in Rennes und beim Cornvall Festival mit fast 6.000 Zuschauern).

 

2005: Alan Simon beginnt mit den Aufnahmen zu einem neuen Album mit dem Titel: „Excalibur The Celtic Ring“ mit Alan Parsons, Jon Anderson/Yes, Michael Sadler/SAGA, Faiport Convention BJH…

 

2007: Weltweite Veröffentlichung von Excalibur II über EMI. Das Album bekam zwei Auszeichnungen in den USA (beste musikalische Leitung und bester Song für „Circle Of Life“, mit Jon Anderson, der Stimme von Yes, Mitglied der ProgRock Hall Of Fame in Memphis).

 

2008: „Excalibur Le Concert mythique“ ( die Live-Aufnahme des ersten Konzertes) erscheint erstmalig auf DVD und erreicht Gold-Status.

 

2009: Excalibur kehrt vor 20.000 zahlenden Zuschauern auf der Burg Kaltenberg in Deutschland unerwartet auf die Bühne zurück

 

2010: Nach diesem Erfolg sahen mehr als 130.000 Besucher die Show in 14 deutschen Städten. Im August wird Excalibur beim Festival im englischen Cropredy vor 20.000 Zuschauern aufgeführt.

 

2011: Eine weitere Deutschlandtour. (Ingesamt haben nun fast 200.000 Zuschauer die Show bei den beiden Tourneen gesehen)

 

2012: Veröffentlichung des Albums „Excalibur The Origins“ (mit Mick Fleetwood & Jeremy Spencer/Fleetwood Mac, Jimmy O’Neil/The Silencers, Fairport Convention, BJH, Roberto Tiranti von Labyrinth…) Aln Simon und seine Ritter geben ein letztes Konzert dieser ersten Triologie vor 8.000 Leuten in Brocéliande. Die Live-Aufnahmen von Brocéliande wurden im November 2012 als CD/DVD über Pathé veröffentlicht.

 

2015: Juni. QEDG, das Management der Bands Yes und Asia, regen eine neue Tournee durch Deutschland an. Alan Simon akzeptiert unter der Bedingung, dem deutschen Publikum neue Inhalte zu präsentieren. Die Abmachung wurde am 15.Oktober 2015 in München unterzeichnet.

 

2016: Alan Simon beginnt mit den Aufnahmen zu einem neuen Opus mit dem Titel „Excalibur The Dark Age Of The Dragon“, welches aus 20 neuen Songs besteht.

HINTERGRUND

Excalibur The Celtic Rock Opera 2016 © Copyright Babaika Productions